Mittwoch, 21. Juni 2017

MMM 21.Juni mit Gastbloggerin 700sachen

Bevor 700Sachen uns ins sonnige Südfrankreich mitreisen lässt noch vorab einige Informationen.
In 2 Wochen am 5.Juli verabschiedet der MMM sich in die Sommerpause.
Auch dieses Mal wieder mit dem Motto "Ich packe meinen Koffer".
Wer also Lust hat seine Urlaubsgarderobe zu teilen ist herzlich eingeladen.
Und sollte Kofferpacken gerade nicht dran sein, zeigt ihr eure aktuellen Werke.

Jetzt aber Vorhang auf für 700Sachen, die diese Woche ihren 6. Bloggeburtstag hatte.


Hallo zusammen, ich blogge normalerweise auf 700Sachen  und schreibe heute als Gastbloggerin auf dem MMM-Blog. Das freut mich sehr, da ich schon seit sechs Jahren sehr gern und regelmäßig am Me Made Mittwoch teilnehme und ihn als Inspirationsquelle und Austauschmöglichkeit auch nach wie vor sehr schätze.
Heute grüße ich euch aus der Sonne Südfrankreichs, wo wir bis vor kurzem am Mittelmeer in Urlaub waren. Ich freue mich sehr, heute den Reigen der selbst-benähten Damen beim Me Made Mittwoch anzuführen und da ich gerade im siebten Monat schwanger bin, dachte ich, ich berichte euch ein wenig von meiner Erfahrung mit verschiedenen Umstandsschnitten für Kleider. Und was wäre schöner geeignet um Lust auf Nähen für den Sommer zu machen, als Bilder aus dem sonnigen Süden, oder?



Ich zeige heute ein Anna Dress mit Maternity Hack vor der schönen Kulisse eines ehemaligen königlichen Schlosses am Mittelmeer. Dieser Maternity Hack wird auf der Website von By Hand London (Link: https://byhandlondon.com/blogs/by-hand-london/maternity-sewing-1-easy-top-hack-from-our-anna-dress-sewing-pattern) gut beschrieben und da Anna mein allerliebster Kleiderschnitt ist, lag es nahe, dass ich das mal ausprobiere. Ich habe für das Kleid einen sehr schönen Stoff aus meinem lokalen Lieblingsstoffladen angeschnitten, von dem ich allerdings nur 1,5m hatte - das war für den längeren Tellerrock, der schon unterhalb der Brust beginnt ein wenig knapp, so dass das Kleid nun doch etwas kurz ist, zumindest verglichen mit meiner Wohlfühllänge bis genau zum Knie.



Ansonsten hat die Änderung aber hervorragend geklappt. Ich habe dem Oberteil des Anna Dress in meiner normalen Größe - 10 - ein FBA verpasst, da ich ja um zwei Körbchengrößen über meiner normalen BH-Größe liege momentan. Dann wird das Oberteil knapp unterhalb der Brust eingekürzt und ein Tellerrock angesetzt. Den Tellerrock habe ich nach dieser Maßtabelle (Link: http://www.schneidern-naehen.de/tellerrock-tabelle) berechnet, allerdings hat meine Stoffmenge nicht - wie geplant - für einen 3/4 Teller gereicht sondern nur für ca. 2/3.



Statt der Belege, die beim Anna Dress bei mir latent immer rauskrabbeln wollen, habe ich den Ausschnitt mit Schrägband verstürzt. Um bei der  Rocklänge nicht weitere wertvolle Zentimeter zu verlieren, habe ich hier auch Schrägband als Saumlösung gewählt. Außerdem habe ich den Reißverschluss in die Seitennaht verlegt, das mache ich beim Anna Dress immer so. Der Halsausschnitt ist locker weit genug, um es über den Kopf zu ziehen und die Rückenansicht ist so einfach hübscher.



In dem Kleid fühle ich mich optisch sehr sehr wohl. Es kommt meiner "normalen" Vorliebe für Kleider mit schmaler Taille und Tellerrock am nächsten. Allerdings muss ich leider einsehen, dass es nicht ideal für den täglichen Einsatz ist. Jetzt im Urlaub mit nackten Beinen drunter ging es wunderbar und war vor allem auch bei 35 Grad noch angenehm luftig. Im Büro, wo ich Kompressionsstrümpfe trage, zuppel ich dauernd daran herum. Der Webstoff klebt sich an die Strümpfe, noch viel schlimmer als an Strumpfhosen und lässt den Rock hochwandern. Laufe ich im Wind klappt der ohnehin schon gebauschte, hochgewanderte Rock dann schnell mal hoch, weil er recht kurz ist und natürlich mehr Windfang bietet, als es ohne Bauch der Fall wäre. Also: der Anna Maternity Hack ist super umzusetzen und optisch 1a, aber verträgt sich nicht gut mit Kompressionsstrümpfen.



Deutlich weniger zuppelig zu tragen, sind meine inzwischen 4 Kleider nach einem Schnitt für ein Jersey-Wasserfallkleid aus der Burda, den ich mir recht einfach auf Umstands-Version umändern konnte (Link: https://siebenhundertsachen.com/2017/05/24/me-made-mittwoch-das-konzertkleid/). Auch diesen Schnitt hatte ich schon vor der Schwangerschaft genäht und konnte daher in sicherem Fahrwasser agieren, um ihn an die "anderen Umstände" anzupassen.

Überhaupt habe ich den Eindruck, dass ich mit dem Ändern von Schnitten, die mir vorher gut passten, sehr viel bessere Ergebnisse erziele, als bei der Verwendung von expliziten Umstandsschnitten. Ich habe inzwischen sowohl zwei Schnitte des französischen Labels deuxième arrondissement (Robe 14h und Robe 13h), als auch einen Umstandsschnitt von Butterick (B5860) ausprobiert und hatte bei allen sehr viel mehr Anpassungsschwierigkeiten. Bei allen Schnitten ist mir aufgefallen, dass sie mir um die Brust herum deutlich zu klein ausfielen, so als sei eine Erweiterung nur am Bauch im Schnitt eingeplant, der gewachsene Busen aber "vergessen" worden. Zudem fiel es mir bei diesen mir bisher unbekannten Schnitten schwer, die richtige Größe zu bestimmen. Deuxième arrondissement gibt überhaupt keine Maßtabelle an, sondern sagt nur "wählen Sie Ihre Größe vor der Schwangerschaft" - und wir wissen ja alle, wie relativ Kleidergrößen sind. Bei Butterick lag ich dermaßen zwischen allen Maßen, dass ich sehr unschlüssig war, welche Größe wohl die richtige wäre. Im Endergebnis hatte ich zwei Teile für die Tonne und ein Kleid, dass mir nun, in der 30. Woche schon um die Brust deutlich zu knapp ist. Vermutlich wäre das bei Schnitten aus Jersey nicht ganz so sensibel, aber ich finde Webstoff, gerade auch wenn es heiß ist, angenehm zu tragen.



Und nun gebe ich mit diesem Blick auf das Meer ab an euch, liebe MMM-Teilnehmerinnen, und eure schönen, bestimmt auch sehr sommerlichen Kreationen.


Mittwoch, 14. Juni 2017

MeMadeMittwoch am 14.6.2017

Hallo ihr Lieben, ich bin Wiebke vom Blog Kreuzberger Nähte und darf heute eure Gastgeberin sein. 

Immer wieder stelle ich fest, dass ich mir viel zu selten unifarbene (oder ist das Wort jetzt doppelt gemoppelt und heißt einfach nur uni?) Kleidung nähe. Ich kaufe auch viel zu selten einfarbigen Stoff, Der Griff zu einem schönen Muster ist beim nicht zielgerichteten Stoffkauf irgendwie immer viel spannender. Auch bin ich bei einem schönen Muster bzgl. der Stoffqualität eindeutig toleranter. Wie geht es euch damit? Habt ihr genügend einfarbigen Stoff im Lager?
Habt ihr eine bestimmte Stoffqualität eines Anbieters, die ihr euch immer dann kauft, wenn ihr was Einfarbiges wollt oder braucht? 


Am vorletzten Wochenende habe ich mir endlich mal wieder ein einfarbig schwarzes Kleid genäht. Aber ganz farb- und musterlos finde ich es nicht;




Denn der matte Baunwollstoff ist mit in Kreisen aufgestickten Bändern verziert. Ich vermute, dass ich diesen Stoff vor einiger Zeit mal beim Überhangverkauf des Berliner Labels Thatchers gekauft. habe (welcher aktuell leider nicht mehr stattfindet). Ganz sicher bin ich mir, dass ich daraus ein Annadress (by Hand London) nähen wollte.
Da ich dann den Annaschnitt doch nicht ganz so optimal in der Passform für mich fand, blieb der Stoff liegen.
Bis ich von Wolleliese an den altbekannten, aber etwas in Vergessenheit geratenen Schnitt "Vintage Shirt Dress" von Sew over erinnert wurde. Danke! Ich hatte den Schnitt vor zwei Jahren schon zweimal genäht, einmal in der ärmellosen Variante (hier) und einmal mit den Ärmeln (hier).  Wie konnte ich den Schnitt nur vergessen? 


An dem Schnitt hatte mir besonders gefallen, dass für die ärmellose Variante eine andere Schulternahtlinie als für die Ärmelvariante vorgesehen ist. Dadurch schmiegt sich das Ärmelloch toll und ist nicht so offenherzig.



Da sich beim Anpassen der beiden ersten Kleider die Abnäher aus Ober- und Unterteil immer etwas versetzt haben und am Ende deshalb nicht mehr schön direkt übereinander saßen, habe ich dieses Mal zuerst die Taillennaht geschlossen und erst ganz am Ende den Abnäher -bzw die eingenähte Falte. Bei der Gelegenheit habe ich diese Abnäherfalte auch gleich etwas mehr zur Mitte gerückt, so sitzt dieser unterhalb meines Brustpunktes 
Ausserdem habe ich -tadaa- Taschen eingebaut. Die Eingriffslinie habe ich an das aufgestickte Muster angepasst.

Erkennt man, wie meine Hand in diese Tasche greift?

Das Oberteil wird leicht angekräuselt und ist dadurch etwas blusig
Die Knödelknöpfe.
Passende Knöpfe vom Crellemarkt hatte ich zufällig auch noch im Lager. Leider nur 5 Stück. Aber da der Stoff nicht flatterig ist, reichten 2 Knöpfe am Rockteil aus, um den Rock nicht aufklaffen zu lassen. Die sonntägliche Radtour durch Kreuzberg, bei der die Fotos entstanden, überstand das Kleid verschlossen. Falls sich das aber doch noch als Ärgernis heraustellen sollte, kann ich ja den Rock unterhalb der Knöpfe immer noch mit ein paar Handstichen an den Blenden zusammennähen.




Und jetzt seid ihr dran. Ob Uni oder Muster, Nichtfarbe oder Bunt- alles ist erlaubt, Hauptsache MeMade.




Dienstag, 6. Juni 2017

Streifen-MeMadeMittwoch am 7.6.2017

MottoMittwoch am 7.6.
=== Streifen ===
Das Linktool arbeitet heute sehr unzuverlässig. Tut uns leid aber wir haben leider keinen Einfluss darauf.



Seid herzlich eingeladen zum heutigen MeMadeMittwoch. 
Streifen sind sommerlich, gemütlich, klassisch, frisch, verspielt, nostalgisch...und nicht immer blauweiss.
Was habt Ihr mit Streifen im Schrank? Oder tragt Ihr heute was gestreiftes? Oder einfach garnix mit Streifen? Her mit Euren Links!

(Wir versuchen in Zukunft wieder, an kommende MottoMittwoche zu erinnern, letzte Woche haben wir es einfach vergessen, sorry...)


Mittwoch, 31. Mai 2017

Me Made Mittwoch am 31.05.2017

Findet ihr auch, dass dieses Jahr nur so verfliegt, fast hätte ich vergessen, dass ich heute mit Vortanzen an der Reihe bin. Der Mai kann doch nicht wirklich schon wieder vorbei sein???
Ich bin Sybille und blogge, nur noch hin und wieder, unter *dasbürofürschönedinge*.

Am Wochenende war war bei uns Stadtfest, der Leinewebermarkt, dazu habe ich mein neues Lempidress von Namedpattern ( was auch sonst) getragen. Es war schön warm, und da ich meine Brille zu Hause vergessen hatte, musste ich leicht ,peinlich berührt, den Abend mit Sonnenbrille verbringen.
Die Fotos sind vor der Bielefelder Kunsthalle aufgenommen, ein schöner Bau von Phillip Johnson,
mit dem sich die aktuelle Ausstellung auch gerade beschäftigt.







Ja genau, wir haben auch eine Serra Statur, so Rost steht mir ja immer ganz gut.

Ich glaube das dies ein eher unbeliebter Schnitt von Namedpattern ist, jedoch finde ich ihn super,
und hoffe heute einige dafür begeistern zu können.
Die aufgesetzten Taschen sitzen sehr tief, denn darüber befinden sich noch seitliche Nahttaschen.
Mit einen leichten Kleid drunter funktioniert das Lempidress auch als Lempicoat.
Das Kleid ist schnell genäht und für unterschiedliche Stoffarten geeignet, von dünnerer Baumwolle bis Wollstoff, hier habe ich ein Pepitamuster vernäht.
 Meine Wintervariante sitzt etwas schmal in den Schultern (hier), weshalb ich den Rücken etwas verbreitert habe.
Jetzt finde ich es passt perfekt, und das sicher auch noch im Herbst.

Jetzt freue ich mich auf ganz viel Sommergarderobe von euch...

Mittwoch, 24. Mai 2017

Me Made Mittwoch am 24.05.2017 mit Gastbloggerin die fesche Lola


Hallo, ich bin Tanja und blogge alltags unter www.die-fesche-Lola.de. Heute ist für mich jedoch ein ganz besonderer Tag, ich darf Euch durch den heutigen MeMadeMittwoch begleiten – YEAH!



Das Tea Dress von Sew House Seven ist ein ziemlicher Frischling in meinem Kleiderschrank – eigentlich hatte ich mir für diesen besonderen Tag extra eine neue Hose genäht, die sitzt aber noch ein bisschen – nun ja – spack. Egal, dafür hat in diesem Kleid allerhand Platz, auch letzte kleine Speckröllchen. Und in den Taschen kann man ganz wunderbar den Selbstauslöser verstauen für so absolut natürliche Fotos wie dieses hier:



Das ganze Kleid ist eher ein Vertreter der lockeren Art und wer lieber WallaWalla mag kann dieses Exemplar auch ganz wunderbar ohne Taillenbetonung tragen. 



Bei meiner Grösse finde ich allerdings eine Akzentuierung im mittleren Bereich ganz vorteilhaft.



Das Kleid ist kein Hexenwerk, lediglich beim vorderen Einsatz macht es schon Sinn, mit ordentlichen Markierungen zu arbeiten.



Ich habe Variation E&F gewählt, allerdings auf den Gürtel für das Bindeband im Rücken verzichtet und stattdessen lieber ein breiteres Band zugeschnitten. Ausserdem habe ich so die Möglichkeit, dass Kleid auch mit einem anderen Gürtel zu tragen. 



Auch rückseitig gefällt mir das Kleid ganz gut, der Rock ist nicht so weit ausgestellt und dadurch fällt der auch relativ schlank. 



Das liegt sicherlich aber auch an der Stoffwahl, ein leichter jeansblauer Chambray aus dem Vorrat musste herhalten. Der hat beim Nähen allerdings – trotz Vorwäsche! - abefärbt wie Hulle. Das Kleid   musste also seine erste Bekanntschaft mit der Waschmaschine machen und zum Schluss gab's auch noch einen Essig-Einlauf. Das scheint aber das Problem ein wenig eingedämmt zu haben. 

Kein Schnitt, von dem ich jetzt viele Exemplare brauche. Aber das Tea Dress ist ein sehr entspanntes Sommerkleid, locker aber trotzdem angezogen, das mag ich. 


Liebes MeMadeMittwoch-Team, vielen Dank für Eure Mühe die Ihr Woche für Woche auf Euch nehmt. Der Mittwoch ist für mich immer ein ganz besonderer Tag, ich freue mich immer sehr auf die vielen tollen Beiträge meiner Mitnäherinnen – auch wenn sowohl Portemonnaie als auch Freizeit aufstöhnen, wenn ich wieder so tolle Schnitte entdecke, ohne die ich dann ab sofort nicht mehr leben kann. Und jetzt seid Ihr dran, verlinkt Euch! Uns allen wünsche ich einen schönen freien Tag morgen und wer wie ich das Glück hat, Freitag mit dem Job aussetzen zu können – schönes langes Wochenende 

Mittwoch, 17. Mai 2017

MeMadeMittwoch am 17.5.2017

Zum heutigen sommerlichen Mai-MeMadeMittwoch begrüsse ich Euch ganz herzlich!
Ich bin Katharina und ihr findet meinen Blog unter sewing addicted.

nach reichlich Sonne im Garten eines Kollegen...


Neulich flatterte die neueste Knipmode ins Haus (die hab ich abonniert) und ich blätterte sie so durch das Heft und wusste bei einem Modell sofort: Das ist mein Kleid!


Ich muss das vielleicht garnicht groß erklären, das kennt ihr bestimmt auch, da passt was hundertprozentig ins Beuteschema und ist doch anders als das bisher dagewesene.
Bei diesem Kleid ist es der Knoten, den hatte ich so noch nicht gesehen.
Das Grundschema an Silhouette hatte ich so oder so ähnlich schon genäht und wusste daher, daß mir das passt und steht.

IMG_9462.JPG

Als es dann in den letzten Tagen so schön sommerlich wurde, brauchte ich dringend ein entsprechendes Kleid, dafür war der Schnitt ja genau richtig.
Als Stoff habe ich diesen Bordürenstoff in einem Vorrat gefunden. Den habe ich letztes Jahr auf einem Expo-Stoffmarkt als Coupon gekauft. Was die Sache ein bisschen tricky machte, denn irgendwie sind Coupons ja immer ein bisschen zu wenig. Ausserdem ist der Rock ausgestellt und hat eine Rundung am Saum, dazu passt die Bordüre nicht, mal abgesehen davon, daß man die Schnitteile  anders auflegen muss und an das Muster gebunden ist. Aber der Stoff hat so schöne Farben und er ist ganz weich und weichfallend, ein Träumchen in Viskose-Crepe, ideal für so ein Sommerkleidchen...
Genaues Nachmessen ergab dann, daß es doch passen müsste, wenn ich den Rock in ein Rechteckiges Schnittteil verwandele und die Rockteile so auf dem Stoff platziere, daß dazwischen das Knotenteil vom vorderen Oberteil runtergeht. Na also!


Also habe ich beim Zuschneiden viel Vorsicht walten lassen und es passte alles auf den Stoff.
Dem Rockteil habe ich einfach eine Falte Richtung Saum eingelegt, so daß es fast rechteckig war, dazu dann oben ein paar cm im Saum zugegeben bis zum rechten Winkel. Dieses Zuviel in der Taille habe ich in tieferen Falten wieder verschwinden lassen. Der Rock ist also am Saum etwas schmäler als vorgesehen, das stört aber nicht.
Beim Nähen war ich froh, daß in der Knip jede Naht mit einem Buchstaben versehen ist, der auf der Schnittauflagezeichnung an den Schnittkanten vermerkt ist, dann kann man sich bildlich gut vorstellen, welche Kante wohin gehört. So war das Nähen des verstürzten Knotenbandteils, was ja so sonst in klassischer Kleidung nicht vorkommt, überhaupt kein Problem.


Am Ende ist es so, daß man in der Taille keine Mehrweite hat, der Knoten ist nur Dekoration. Ich dachte vor dem Nähen, man könnte sich vielleicht den Reissverschluss sparen, aber das geht nicht, die Weite des angeschnittenen Knotenbandes wird auf der Rückseite von einem kleineren Teil eingehalten. Es gibt übrigens auch kein Loch, was evt. aufblitzen könnte.


Ich bin sehr glücklich mit diesem Kleid, luftig und sehr bequem, da werden sicher noch ein paar folgen. Mit entsprechendem Stoff werde ich auch gerne das Original-Rockteil zuschneiden.
Schnitt: Knipmode 6/2017 btw. dann das entsprechende Fashion-Style-Heft
Stoff: Vom Expo-Stoffmarkt

Und was habt ihr für die sonnigen Tage zu bieten?





Sonntag, 14. Mai 2017

Frühlingsjäckchen-Knit-Along: Finale der Herzen

Hallo und herzlich willkommen zum Finale der Herzen. Ich hoffe, es haben noch ein paar Strickerinnen ihre Jacken fertig bekommen. Die Frühlingsjacken haben zumindest hier in der Gegend noch nicht viel verpasst aber jetzt wird es warm.


Die Wickeljacke ist nun auch endlich fertig. Ich möchte mich noch mal ganz herzlich bei allen bedanken, die an der Jacke mitgeholfen haben. Von den Anleitungen am Anfang bis zu den Tipps für die Bänder am Ende. Ich habe in Stoffen und Bändern gewühlt und nichts farblich passendes gefunden. Das Rennen hat am Ende eine eher dicke Wolle gemacht, die wenigstens fast zu dem Grau der Jacke passt.


Wie mir empfohlen wurde, habe ich einen I Cord probiert. Die Kordel war mir aber zu steif, da ich kein passendes Nadelspiel für die dicke Wolle im Haus habe. Dafür kann ich jetzt einen I Cord stricken, was auch sehr schön ist. Mir fiel dann noch die Strickgabel ein, das blaue Ding rechts im Bild. Das Teil gehört eigentlich in den Kinderladen in dem ich arbeite, damit können Kinder sehr einfach endlose Schnüre herstellen, an denen sie dann ihre Kuscheltiere Gassi führen. Mit dieser Strickgabel habe ich nun eine ordentliche Kordel für die Jacke herstellen können.


Mit der Länge der Kordel habe ich etwas übertrieben und sie mittlerweile noch eingekürzt.


Mir gefällt die Variante auf dem ersten Bild besser und so wie auf diesem Bild werde ich die Jacke nicht tragen. Ich binde die Kordel lieber nur hinten.

Ich (Luise) habe auch ein zweites Jäckchen angefangen, es ist jedoch längst nicht fertig.
Ich habe noch nie so viele Maschenproben gemacht wie für dieses Strickteil!


Die Entscheidung, welches Muster ich denn nun nehme ist mir wahrlich nicht leicht gefallen.
Zur Zeit habe ich wohl eine Vorliebe für geometrische Muster. Seht selbst:


Ich stricke die Vorderteile und das Rückteil in einem Stück. Für einen Rapport brauche ich etwa 45 Minuten. Mein Vorhaben lautet jeweils: mind.1 Rapport pro Tag. Das habe ich nicht immer durchgehalten, aber wen stört's...

Damit ist der Frühlings-Knit-Along 2017 wirklich vorbei. Für alle, die noch nicht fertig sind, gibt es ja den MMM, da schauen wir auch gerne Strickjacken an!

Nun freuen wir uns auf eure Jacken und Jäckchen. Einen wunderschönen Sonntag für euch.
Sylvia und Luise